Die Gründung des Unternehmens Volkswagen

Die Gründung des Unternehmens Volkswagen , kurz VW genannt, geht auf die Zeit des dritten Reiches zurück. Adolf Hitler forderte 1934 zur Eröffnung der internationalen Automobilausstellung in Berlin, ein Auto zu entwickeln, welches durch einen Preis von höchstens 1000 Reichsmark der breiten Bevölkerung zugänglich sein sollte. Außerdem sollte es die Geschwindigkeit von 100 km/h halten können und vier Plätze bieten, um auch für Familien attraktiv zu sein. Dieses Fahrzeug sollte den Namen „Volkswagen“ tragen. Frühere Versuche in der Entwicklung eines solchen Fahrzeuges waren wegen der höheren Kosten gescheitert.

Hitler beauftrage die Deutsche Arbeitsfront mit dem Bau einer Fabrik für diesen Zweck. In dieser Fabrik sollte der KdF (Kraft durch Freude) Wagen produziert werden. Zur Versorgung dieses weltgrößten Werkes wurde eine ganze Stadt geplant, die Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“, das seit 1945 Wolfsburg heißt. 1938 erfolgte die Umbenennung der Fabrik in Volkswagenwerk GmbH.

Die geplante Großproduktion lief nie an, da für den Krieg Rüstung in dem Werk produziert wurde, unter anderem die V1 und Schwimmfahrzeuge. Nach dem Krieg übernahmen die britischen Besatzer die Produktion und 1945 der erste Käfer in dem Werk gebaut. 1949 wurde das Werk wieder in die Treuhandschaft des Landes Niedersachsen gegeben. Ab dieser Zeit wurde das Unternehmen wieder als „Volkswagen GmbH.“ geführt.

Das Volkswagenwerk in Wolfsburg ist auch heute noch das größte Automobilwerk der Welt. Die Werksfläche ist vergleichbar mit der Fläche von Gibraltar. 1960 wurde das Werk wieder privatisiert und als eine der Folgen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1964 wurde Audi dazugekauft. 1991 verleibte sich der Konzern die Skoda Werke ein. Heute ist VW der größte Automobilhersteller Europas mit ca. 370.000 Beschäftigte und einem Jahresumsatz von mehr als hundert Milliarden Euro pro Jahr.